Dry Suit

Zuerst einmal muss ich sagen, das ich laaaaange Zeit gegen Trockentauchen war. Die Gründe dafür lagen nicht etwa weil es teurer als tauchen mit dem Neo ist – sondern- weil ich mich im Trocki unwohl gefühlt habe. Zum einen, mag ich es nass zu werden und dann war da noch die (gefühlte) unbeweglichkeit im Trockentauchanzug.

Mein Trocki hatte ich sicherlich schon 2 Jahre im Schrank hängen und damit vielleicht 15 Tauchgänge gemacht; und wirklich jedesmal war ich unzufrieden, wenn nicht sogar stinksauer, weil ich mit dem Trocki nicht klar kam.

Aufgeben ist allerdings keine Option und dieses Jahr habe ich mich intensiv mit meinem Anzug beschäftigt. Zuerst habe ich mir neue Unterzieher besorgt und siehe da: schon das hat enorm was gebracht! Ich hatte vorher welche aus Thinsulate und bin nun bei dem Halo3D gelandet. Dazwischen liegen Welten!!

Ich konnte mich sofort besser bewegen und hatte auch 4 KG Blei verloren, weil beim Thinsulate immer mehr luft in den Trocki muss (ansonsten ist die Isolation SEHR schlecht).

Gleichzeitig hatte ich mir ein neues BCD von OMS gekauft und da dieses ein Tec – Harness hat, hatte ich noch etwas mehr Bewegungsfreiheit. Ich muss sagen, das mir so das Trockentauchen SOFORT Spass gemacht hat.

Die Tarierung findet ja hauptsächlich mit dem Anzug selbst statt und wenn man das Armventil perfekt eingestellt hat (das dauert sicherlich ein paar Tauchgänge) ist das mehr als komfortabel.

Zuerst hatte ich noch Probleme mit eintretendem Wasser an den Armen, weil ich recht ausgeprägte Sehnen habe, wo die Manschetten nicht 100%ig wirksam sind. Abhilfe kam mit Trockenhandschuhen. PERFEKT kann ich nur sagen. Denn so bleiben die Hände auch noch trocken und dsdurch länger warm!

Auch ist der K(r)ampf beim anziehen mittlerweile auf ein minimum begrenzt. Allerdings bin ich immernoch schneller in meinem Neo! Wichtig ist es, die Ruhe zu bewahren und sich LANGSAM anzuziehen das spart nerven und man schwitzt nicht so schnell.

Ich bin jetzt sehr zufrieden mit meinem Trocki und werde ihn auch öfter nutzen. Mal sehen vielleicht gönn ich mir auf der nächsten „Boot“ einen neuen.

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Menorca – eine Bilanz

UNBEZAHLTE WERBUNG

Die Basis:

super gut organisiert und geht auch – selbst wenn noch so viel los ist – auf Kundenwüsche ein. Gut gewartetes Equipment in so gut wie allen Größen. Man kann sich auch ein SUP leihen, wenn man will!

Die (3) Boote:

ausreichend Platz und mehr als gut in Schuss. Je nach größe der Gruppen wird entschieden, welches der Boote genutzt wird.

Das Team:

Vom allerfeinsten. Bianca kenne ich ja schon seit ein paar Jahren und da läuft vieles ohne Worte. Swhr strukturiert und hat immer ein Auge auf den reibungslosen Ablauf.

Andreas ist immer mega entspannt und hat einen coolen humor. Zudem bildet er sehr sorgfältig aus. Wir hatten von Anfang an einen guten Draht zueinander.

Dieter -der Kapitän- macht wohl die besten Briefings die ich jemals erlebt habe. Super ruhig und ausführlich. So war es immer einfach zu guiden!

Wiona der Hund vom Kapitän und Basishund. Niedlich, ständig hungrig, schlitzohrig.

Die Kunden:

Ich schätze 50 % deutsche und der Rest zu fast gleichen teilen: Schweden,Schweizer,Spanier,Italiener. Eines der schönsten Komplimente für mich war: “ mit euch ist das wie früher, als alles noch familiärer, freundschaftlicher war.“ DANKE, das fand ich als Aushilfe auch so. Ich war nie irgendwie fremd, sondern immer dabei und man hat mich sehr oft nach meiner Meinung gefragt.

Es kommen demnächst noch Fotos vom Staff, wenn ich welche bekomme.

Editiert wird auch noch. Bin momentan schreibfaul.

Schaut Klick hier!

Ein Arbeitstag auf Menorca

700 Uhr der Wecker klingelt

715 Uhr Er klingelt nochmal. Zeit zum aufstehen. Duschen, Zähne kärchern, anziehen los

745 nach 10 Minuten Fußweg Ankunft in der Basis

815 Alles Equipment für die Kunden raushängen, Fegen, WC sauber machen, Hund streicheln und nebenbei Frühstücken

900 Die ersten Kunden kommen und bauen ihr Gerät zusammen

930 Die Gäste und Guides gehen langsam komplett aufgerödelt zum Strand und klettern aufs Boot

1015 +- 10 Minuten (je nach Tauchplatz) Gruppeneinteilung und Briefing. TAUCHEN

1115 +- Ende des Tauchgangs (ca 60 Minuten) Rückfahrt zur Marina

Ca 1200 Abrödeln,reinigen des Equipments, Debriefing und Logbücher schreiben – anschließend Flaschen füllen und nicht mehr benötigtes Material wegräumen

1300 Mittag

1320 Gefüllte Flaschen wegräumen und neue anschliessen, Material für die Nachmittagsgäste bereitstellen

1430 Ankunft der Gäste dannach siehe 930 bis 1200

Ca 1730 Rückkehr siehe 1230

1900 Aufräumen und wegräumen des gesamten Equipments

1915 Feierabend und Abendessen. Staff debriefing

Ca 2030 Ankunft in der Casa del chaos Duschen, aufräumen diesdasananas

2300 Zeit zum schlafen. Zu heiss. Tatsächliche Nachtruhe gegen 2 Uhr

Taucher, wir müssen reden!

Ok, als Guide fällt es mir immer wieder unangenehm auf: ganz viele Taucher können nicht anständig tarieren! Und ich spreche nicht von den Anfängern, sondern von den selbsternannten Profis.

Wieso ist das ein Grund um sich aufzuregen? Zum einen verbraucht ein schlecht tarierter Taucher wesentlich mehr Luft und dadurch verkürzt dieser die Tauchzeit der ganzen Gruppe. Schon mal nicht wirklich toll. Zum anderen wird so auch die Unterwasserwelt enorm geschädigt. Denn die Flossen berühren so oft den Grund oder – noch schlimmer- Felsen, Riffe und deren Lebewesen. Ich habe hier jetzt einigen nach nur 20 Minuten Training. (Incl Bleireduzierung und Atemtechtnik) enorme Verbesserungen beibringen können.

Ich will hier nicht den Tauchgott spielen aber uns allen sollte das aquatische Leben ein bisschen was wert sein. Ich bekomme hier dafür kein bisschen Geld – im Gegenteil. Ich würde mir dafür einfach mal bitten das so mancheiner über seinen Schatten springt und um Hilfe bittet und ein kleines Dankeschön wäre auch nett.

Denkt mal drüber nach.